
Über Roxanne Richter
Ich bin Tourismus-Kauffrau und Reiseberaterin in unserem sonnenklar.TV Büro in Meißen.
Wenn du keine Lust mehr auf tagelange Urlaubsplanung hast, nimmt dir unser Team das gerne ab:
IN DIESEM ARTIKEL…
Ich war in Vietnam unterwegs – von Hanoi über Ninh Binh bis nach Tam Coc. In diesem Reisebericht nehme ich dich mit durch dampfende Garküchen, grüne Reisfelder und glasklare Kajakmomente. Ich zeige dir, was wirklich hängenbleibt und wo’s ganz besonders war.
Tag 1 - Halong Bay & Hanoi
Wer in Hanoi landet, bekommt erstmal eine klare Ansage. Keine Zeit zum sanften Ankommen – hier tobt direkt das Leben: Mopeds hupen wild durcheinander, Essensstände dampfen an jeder Ecke, und die Luft ist… sagen wir mal: feuchtfreundlich.
Aber wer sich drauf einlässt, merkt schnell: Hanoi will dich gar nicht weichspülen. Es will dich wachrütteln – mit Energie, Tempo und einer Prise Chaos.
Bevor wir richtig in die Hauptstadt eintauchen, geht’s erstmal raus aufs Wasser: Ziel ist die berühmte Halong-Bucht.
Was auf Fotos spektakulär aussieht, ist live nochmal besser. Kalksteinfelsen ragen aus grünlich schimmerndem Wasser, überall kleine Boote mit Touristen, die plötzlich sehr still werden. Verständlich – das hier ist einfach beeindruckend.


Zurück in Hanoi drehen wir den Lautstärkeregler wieder auf: In der Altstadt gibt es kaum einen Meter ohne Roller, Laden oder dampfende Garküche.
Überall hängen Lampions, bunte Fahnen flattern über unseren Köpfen – und wer hier über die Straße will, braucht Mut und Vertrauen.
Tipp: Nicht rennen.
Gleichmäßig gehen, Blick nach vorn. Die Roller fahren um dich herum. Meistens.
Tag 2 - Ninh Binh
Am nächsten Morgen heißt es: raus aus der Stadt, rein ins satte Grün. Wir fahren nach Ninh Binh, oft als das „trockene Halong“ bezeichnet. Und tatsächlich: Statt durch Meerwasser gleiten hier Boote durch Reisfelder, unter Karstfelsen und vorbei an Tempeln.
Unsere Unterkunft: das Emeralda Resort Ninh Binh. Wenn man das Gelände betritt, fühlt man sich ein bisschen wie in einer Filmkulisse. Klassische vietnamesische Architektur, umgeben von Wasser, Pflanzen und Bergen. Die Stimmung? Ruhig.
Und das tut nach Hanoi wirklich gut.
Besonders schön: der Spaziergang durch das Resort am frühen Abend. Zwischen den Bungalows hängen Lampions, es riecht nach Blumen und der Geräuschpegel liegt irgendwo zwischen Vogelgezwitscher und Ententeich.



Tag 3 - Tam Coc
Wenn man denkt, es geht kaum schöner als Halong Bay – dann kommt Tam Coc um die Ecke und sagt: „Hold my Paddel.“
Die Gegend liegt im Süden von Ninh Binh und ist ein kleines Naturwunder: Flussarme schlängeln sich durch saftig grüne Reisfelder, flankiert von mächtigen Karstfelsen.
Das Besondere: Hier rudern die Einheimischen mit den Füßen – kein Witz. Während man gemütlich im Boot sitzt und die Landschaft bestaunt, strampelt hinten jemand rhythmisch mit den Beinen, als würde er auf dem Crosstrainer stehen. Skurril, charmant, typisch Vietnam.
Die Fahrt selbst ist absolut entschleunigend – vorbei an Höhlen, Pagoden und Wasserpflanzen. Zwischendurch begegnet man anderen Booten, die teils mit bunten Sonnenschirmen ausgestattet sind, als wär’s eine Mini-Parade.

Tag 4 - Hanoi Streetlife
Zurück in Hanoi merkt man: Die Stadt schläft nie. Und wenn, dann mit offenen Augen.
Der Abend gehört dem Old Quarter – Hanois Altstadt-Viertel, wo gefühlt jede zweite Gasse nach Streetfood riecht und in der anderen jemand Karaoke singt.
Wir schlendern durch Straßen, die in warmes Lampionlicht getaucht sind. Überall Gewusel, Gerüche, Stimmen, Hupen – und mittendrin wir, mittendrin Vietnam.
An jeder Ecke brutzelt es, dampft es, zischt es. Und wer hungrig ist, bestellt einfach mit dem Finger. Funktioniert meistens. Manchmal kommt auch was Überraschendes.
Ein Muss: Pho, Vietnams Nationalgericht. Eine klare Brühe mit Reisnudeln, Kräutern und wahlweise Rind oder Huhn. Leicht, würzig, wohltuend – selbst wenn man nicht genau weiß, was drin ist. Aber das gehört zum Erlebnis.



Mein Vietnam-Fazit
Vietnam ist nichts für Leute, die Urlaub nur dann gut finden, wenn alles nach Plan läuft. Aber für alle anderen: ein Volltreffer.
Du bekommst Natur, die dich sprachlos macht. Städte, die dich mitziehen. Essen, das besser schmeckt, als du es aussprechen kannst. Und Momente, die sich nicht inszenieren lassen – weil sie einfach passieren.