Sonne, Palmen und dieses unfassbare Türkis, das man sonst nur von Postkarten kennt – wer träumt nicht davon, wenn in Sachsen der erste Frost übers Land zieht? Ein Urlaub auf Mauritius ist eine Erfahrung, die zeigt, dass das Paradies zwar weit weg, aber mit der richtigen Planung erstaunlich entspannt erreichbar ist.


Warum Mauritius und nicht die Malediven? Ganz einfach: Wir wollten nicht nur auf einer Sandbank sitzen, sondern etwas erleben. Wir wollten Gewürze riechen, in die Berge wandern und die echte Herzlichkeit der Menschen spüren. Die Entscheidung gegen den Kurzstreckenflug in den Süden und für das Abenteuer Indischer Ozean war die beste, die wir treffen konnten. In diesem Bericht verrate ich dir, warum du für diesen Trip ein bisschen Mut zur Schärfe und Platz im Koffer für spirituelle Glücksbringer brauchst.

1. Tipp: Port Louis – Kulinarik, die die Sinne weckt

Die Hauptstadt Port Louis ist laut, bunt und duftet an jeder Ecke anders. Mein absolutes Highlight war der Zentralmarkt. Zwischen meterhohen Türmen aus Vanillestangen und exotischen Früchten habe ich das echte Mauritius gespürt.


Mein Geheimtipp für Mutige: Die Mauritianer lieben es scharf! Ich habe an einem Stand „Gato Piment“ probiert (kleine frittierte Chili-Bällchen). Aber Vorsicht: Wenn der Verkäufer dich fragt, ob du „un peu“ (ein wenig) Schärfe willst, meint er meistens die „sächsische Feuerprobe“. Ich habe danach direkt eine frische Kokosnuss getrunken – das hat das Feuer perfekt gelöscht.

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2. Ile aux Cerfs: Wo Golfbälle und Adrenalin fliegen

Wenn du Action suchst, ist die Ile aux Cerfs dein Ziel. Die kleine Insel vor der Ostküste ist weltweit als Golferinsel bekannt – die Plätze hier gehören zu den schönsten (und anspruchsvollsten) der Welt.


Aber auch wenn du keinen Golfschläger schwingst, lohnt sich die Überfahrt. Die Insel ist ein Paradies für diejenigen, die entspannen wollen oder Wassersportler sind. Ob Parasailing, Schnorcheln oder Speedboot fahren – das kristallklare Wasser bietet die perfekte Kulisse für jede Menge Adrenalin.

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3. Tipp: Botanik & Naturwunder in Chamarel

Das Naturhighlight schlechthin ist der Chamarel Seven Colored Earth Geopark. Die hügelige Erde schimmert dort in violett, blau und rot – besonders bei tiefstehender Sonne ein magischer Anblick. Direkt um die Ecke findet ihr den Aussichtspunkt zum Chamarel Waterfall. Er stürzt über 100 Meter in einen dichten Dschungel-Kessel.


Mein Geheimtipp: Besucht auf dem Rückweg die „Rhumerie de Chamarel“. Dort gibt es fantastischen, lokal produzierten Rum. Eine Verkostung gehört zum guten Ton, aber lasst danach lieber jemanden fahren, der nur am Zuckerrohrsaft genippt hat!

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4. Tipp: Spirituelle Gänsehaut im Hindu-Tempel

Mauritius ist ein Vorbild an religiöser Toleranz. Der Besuch eines Hindu-Tempels (z.B. am Grand Bassin) war für mich der emotionalste Moment der Reise. Die Luft ist schwer vom Duft der Räucherstäbchen und die bunten Statuen der Gottheiten wirken fast lebendig.


Ich wurde dort mit einem kleinen Ritual begrüßt und bekam ein rotes Band um mein Handgelenk gebunden. Es ist ein Zeichen für Schutz und Glück. Es hat mich die gesamte restliche Reise begleitet und jedes Mal, wenn ich darauf schaute, fühlte ich mich ein Stück mehr als Teil dieser wunderbaren Inselgemeinschaft und weniger wie eine Touristin.

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5. Tipp: Der Botanische Garten – Ein Muss für Naturliebhaber

Der Sir Seewoosagur Ramgoolam Botanical Garden in Pamplemousses ist ein Ort der Ruhe. Die riesigen Amazonas-Riesenseerosen sind das Aushängeschild, aber haltet auch Ausschau nach den „Wandernden Bäumen“. Pro-Tipp: Nehmt euch am Eingang einen Guide. Die Guides

wissen alles über die Pflanzen und zeigen euch Details (wie das Zerreiben von Blättern, die plötzlich nach Zimt oder Nelken duften), die man allein glatt übersehen würde.

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Mauritius ist kein Reiseziel, es ist ein Gefühl. Die Mischung aus afrikanischer Lebensfreude, indischer Spiritualität und französischem Flair findet man so nirgendwo sonst.