Nicole in Bali

Nicole Adler
AUTORIN: Nicole Adler

Ankommen: Bali beginnt mit Wärme

Bali beginnt nicht mit Palmen. Es beginnt mit Wärme.

Mit dieser feuchten, schweren Luft, die dich beim Verlassen des Flughafens sofort umgibt. Mit Rollern, die sich durch den Verkehr schieben, Stimmen, Hupen und dem Geruch von Räucherstäbchen, der immer wieder zwischen Abgasen und warmer Luft auftaucht.

Am Straßenrand liegen kleine Opfergaben aus Palmblättern, gefüllt mit Blüten, Reis und Räucherwerk. Vor Häusern, Geschäften und Tempeln. Niemand stellt sie für Besucher hin. Sie gehören einfach dazu.

Bali wirkt in den ersten Momenten gleichzeitig chaotisch und selbstverständlich.

Hier existieren Dinge nebeneinander, die eigentlich nicht zusammenpassen müssten.

Und genau das tun sie trotzdem.

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Ubud: Mitten im Regenwald

Je weiter der Weg Richtung Ubud führt, desto grüner wird Bali. Palmen, tropische Pflanzen und dichter Regenwald bestimmen plötzlich die Landschaft.

Das Anantara Ubud liegt genau dort: mitten im Regenwald.

Von vielen Bereichen des Hotels geht der Blick direkt ins Grün, der Infinity-Pool scheint beinahe mit dem Dschungel zu verschmelzen. Statt Straßenlärm hört man Vogelstimmen, Wasser und das Rauschen der Bäume.

Nach dem Trubel auf Balis Straßen entsteht hier ein anderer Rhythmus.

Ruhiger. Langsamer. Näher an der Natur.Und genau das macht diesen Ort besonders.

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Wasser und Glaube: Rituale, die weiterleben

Spiritualität begegnet dir auf Bali nicht erst hinter Tempelmauern. Sie ist überall.

Besonders spürbar wird das am Wassertempel Tirta Empul. Wasser fließt aus steinernen Quellen in große Becken, Menschen stehen darin, falten die Hände und gehen von Quelle zu Quelle. Was für Besucher zunächst beeindruckend aussieht, ist für viele Balinesen Teil eines gelebten Rituals. Man steht hier nicht einfach vor einer Sehenswürdigkeit. Man beobachtet etwas, das seit Generationen zum Leben auf der Insel gehört.

Zwischen Wasser, Stein, Räucherwerk und leisen Gebeten entsteht eine Ruhe, die sich schwer beschreiben lässt. Bali erklärt seinen Glauben nicht. Man begegnet ihm einfach.

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Stimmen und Feuer: Kecak

Am Uluwatu-Tempel, hoch über dem Indischen Ozean, wird der Kecak-Tanz in einem offenen Amphitheater direkt an der Klippe aufgeführt. Während die Sonne langsam im Meer versinkt, sitzen die Tänzer im Kreis und beginnen mit ihrem rhythmischen „cak-cak-cak“.

Beim Kecak entsteht die Musik fast ausschließlich durch die Stimmen der Tänzer. Bewegung, Rhythmus und Feuer greifen ineinander, bis man irgendwann weniger zusieht als einfach mittendrin ist.

Je dunkler es wird, desto stärker wirken die Flammen. Für einen Moment verschwindet alles andere. Nur Stimmen, Bewegung, Feuer – und dahinter das Meer.

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Zwei Seiten einer Insel: Vom Regenwald ans Meer

Bali kann sich innerhalb weniger Stunden komplett verändern.

Nach dem dichten Grün rund um Ubud führt der Weg zurück Richtung Küste. Im Hyatt Regency Bali öffnet sich die Landschaft wieder. Palmen, großzügige Gartenanlagen und dahinter das Meer.

Nach dem Regenwald fühlt sich Sanur fast wie eine andere Insel an.

Der Horizont wird weiter, die Luft bewegt sich anders und das Leben verlagert sich wieder nach draußen.

Doch auch hier verschwindet das andere Bali nicht. Opfergaben liegen vor Eingängen, kleine Tempel gehören zum Straßenbild und Rituale finden neben Hotels und Strandpromenaden statt. Tourismus und Tradition existieren nicht getrennt voneinander.

Sie teilen sich denselben Raum.

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